Almería
Almería ist eine helle Stadt, die sich in der gleichnamigen Bucht befindet und deren Ursprünge sehr lange zurückliegen. Der Mauergang ihrer beeindruckenden Alcazaba (maurische Festung) von unregelmäßigem Grundriss bietet die schönsten Ausblicke auf die Stadt und den Hafen. Zu den Füßen der Alcazaba liegt das typischste Viertel der Stadt: La Chanca, mit ihren mehrfarbigen und pittoresken Höhlenwohnungen.
Almería ist eine Stadt, deren Leben sich rund um das Meer abspielt. Aus diesem Grund ist der Hafen ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Auf dem Hafengelände ist der Minerallöschplatz von besonderem Interesse, bekannt als "El Cable" (das Kabel).
Die Kathedrale im Stadtzentrum ist eine Art Festung, die als Schutz vor den Angriffen der Piraten diente. Aus diesem Grund ist das Interessanteste im Innenbereich zu finden. Man kann außerdem die Jardines del Malecón (Gärten des Malecón), el barrio del Muelle de S. Pedro (Stadtviertel Pier von San Pedro), la plaza de la Puerta de Purchena (Platz der Tür von Purchena), la Plaza Vieja oder den Platz der Virgen del Mar (Jungfrau des Meeres) besuchen.
Almería hat auch wunderschöne Strände zu bieten, die zum Sonnen und Baden einladen. Ein Teil des Gebiets befindet sich im Naturschutzgebiet Paraje Natural Sierra de Alhamilla, ein Ort, der aufgrund seiner reichhaltigen Vegetation (bestehend aus sehr gut erhaltenen Steineichenwäldern und wieder aufgeforsteten Kiefernwäldern) und ornithologischen Wichtigkeit von großem ökologischem und landschaftlichem Interesse ist.
Geschichte
Auch wenn sie seit der Frühgeschichte bewohnt wurde, entwickelten sich in ihr auch andere Kulturen, wie z.B. Los Millares (Kupferzeit). Es handelt sich um ein mit Mauern befestigtes Dorf, Kollektivgräber für bis zu 300 Tote, man glaubt, dass es eine Art Prinzenfamilie gegeben haben muss, die sich meisterlich in der Metallverarbeitung auskannte und den Metallmarkt beherrschte, da der Einfluss dieses Dorfes sehr weit reichte, bis einschließlich Portugal und El Argar (ein kleines Dorf während der Bronzezeit). Man kannte die Schmelztechniken für Bronze und Silber, es gab schon Facharbeiter, wie Bauern und Bergleute. Hier gab es einzelne Gräber und es entstand eine neue Kelchform, der Argar Kelch. Almería wurde von den Phöniziern, den Karthagern und Römern besiedelt. Die aktuelle Erscheinung der Stadt und ihre damit verbundene Pracht erlangte sie in der Zeit des Al-Andalus. Al-Mariya Bayyana, ursprünglicher Name der heutigen Stadt, war die Hafenvorstadt Pechinas. Unter der Herrschaft Abderramán III wurde sie zum wichtigsten Hafen des Al-Andalus und Flottenstützpunkt des Kalifats von Cordoba.
Mit dem Fall des Kalifats von Cordoba wurde sie die Hauptstadt eines der wichtigsten Teilreiche des Taifas. Die Textilindustrie hatte mehr als 10.000 Webstühle in Betrieb, die die teuersten Seiden-, Samt-, Damast- und Brokatstoffe herstellten. 1147 eroberte und zerstörte Alfonso VII diese Stadt, die seine größte Konkurrenz im Mittelmeerhandel darstellte. Später fiel sie wieder in muslimische Hände. 1309 versuchte Jaime II von Aragon die Stadt von Neuem zu nehmen. Die endgültige Eroberung wurde 1489 von den Katholischen Königen durchgeführt.
Im 16. Jahrhundert musste die Stadt in den Jahren 1512, 1522 und 1550 eine Reihe von Erdbeben überstehen, dazu kamen auch noch wiederholte Angriffe von Seiten der Berberpiraten, die dann letztendlich die maurische Festung (Alcazaba) besetzten.
Im 19. Jahrhundert stand die Stadt immer noch unter der Verwaltung des Königreichs Granada, bis schließlich, 1833, das spanische Gebiet in Provinzen aufgeteilt wurde. Almería wurde die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.
Der ausländische Betrieb der Minen verschaffte Almería einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung, der sich jedoch mit dem Rückzug der ausländischen Firma bei den ersten Anzeichen von Problemen bezüglich der Vermarktung der Produkte einstellte.
Heute (die Wirtschaft basiert auf dem Tourismus und auf den Treibhausprodukten) ist sie der winterliche Obst- und Gemüsegarten Europas. Auch die Nachfrage nach Handwerksprodukten ist gestiegen und mit ihr die Nachfrage nach Qualität und die Handwerkskunst.
Namhafte Personen
Francisco Villaespesa.
Ginés Parra.
Jesús de Perceval.
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